Es bleibt dabei - Gesamtkonzept für Berliner Platz notwendig

Siegfried Oberdörfer

23. Februar 2017

In der Kreisvorstandssitzung wurden die publizierten Ideen für einen Büroturm und weitere Bauten am Berliner Platz durch einen Investor diskutiert. Der Kreisvorstand verabschiedete nachstehende Stellungnahme:

"Weiterhin skeptisch steht die Kemptener SPD zu Bauplanungen am Berliner Platz. Dort wird statt eines Hotelturms nun ein Büroturm geplant. Während einer Vorstandssitzung des Kreisverbands erklärte Fraktionsvorsitzender Siegfried Oberdörfer, „dass bisher keine Gremium des Stadtrats, noch die Bauverwaltung, mit diesem Vorhaben befasst wurde und auch die Fraktion darüber bisher nicht diskutiert habe.

Es gelte aber weiterhin die Stellungnahme der Fraktion vom 31.5.2016 zu dem Gesamtkomplex des Vorhabens. Für ihn ist es persönlich eine Frage, ob für einen solchen Bürokomplex in Kempten eine Notwendigkeit besteht.“ Darauf wurde in der weiteren Diskussion besonders neben der geplanten Höhe des Bauwerks Bezug genommen. Es wurde darauf verwiesen, dass es genehmigte Bauvorhaben mit Büroangeboten und auch leerstehende Büros in der Stadt gibt. Zudem gelte es Rücksicht auf die Stadtsilhouette zu nehmen.

Im Ergebnis fasst der SPD-Kreisverband den Beschluss, dass es müßig ist ohne einen städtebaulichen Wettbewerb und einen darauf fußenden Bebauungsplan für das Gebiet des Berliner Platzes und dessen Neugestaltung über Projektideen zu diskutieren. Der Kreisverband bekräftigt die Haltung der SPD-Stadtratsfraktion aus dem vergangenen Jahr. Hier insbesondere den Passus der damaligen Erklärung: „Es muss zumindest eine klare Vorstellung/Planung dafür geben, wie neben Soloplan und dem angedachten Projekt die weitere Entwicklung im Bereich Berliner Platz (Verkehrsregelung), im Kasernenareal und an der Ulmer Straße aussehen soll. Die angedachte verkehrliche Erschließung sieht die SPD-Stadtratsfraktion als sehr problematisch an. Das anstehende Projekt „Soziale Stadt Bühl/Ostbahnhof“ ist bei diesen Überlegungen einzubeziehen. Deshalb kann das Projekt nicht einzeln und gesondert verwirklicht werden und Fachleute und Bürger müssen die Möglichkeit haben sich zu äußern zu den Fragen des Bewahrens und der Entwicklung unserer Stadt. Beides ist in Einklang zu bringen.“

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