Die Arbeitswelt von morgen gestalten

Auf dem Bild von links: Regina Liebhaber (Bezirkstagskandidatin), Ilona Deckwerth (Landtagskandidatin), Helmut Haigermoser, stv. AfA-Vorsitzender Bayern, und Katharina Schrader BBundestagskandidatin)

"Die Arbeit muss dem Menschen dienen und nicht der Mensch der Arbeit", mit diesem Leitsatz begrüßte die SPD-Landtagskandidatin Ilona Deckwerth den Referenten des Abends Helmut Haigermoser, den stellvertretenden Vorsitzenden der AfA Bayern (SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen). Dieser führte die Gäste in die aktuell so prekäre Situation am Arbeitsmarkt ein, um dann im Gespräch die Strategien zu entwickeln, mit denen eine Wende zum Besseren möglich ist. Niedriglöhne, die vom Staat aufgestockt werden müssen, befristete Arbeitsverhältnisse, Leiharbeit, Mobbing: die Liste der Probleme rund um den Arbeitsplatz war lang, die der Referent des Abends, Helmut Haigermoser aufzählte.

Dann schilderte er, wie in der Geschichte der Arbeiterbewegung Gewerkschaften und Sozialdemokratie gemeinsam große Verbesserungen für die Beschäftigten erkämpft hatten. Er untersuchte das heutige Verhältnis zwischen den beiden Organisationen und verwickelte die Anwesenden damit in lebhafte Diskussionen. Katharina Schrader verwies darauf, dass die Politik die gesetzlichen Rahmenbedingungen festlege, die den Gewerkschaften das Handeln erschweren oder erleichtern. Hier sah auch Helmut Haigermoser die entscheidende Nahtstelle: Gewerkschaftler müssten sich klar machen, welche Parteien und PolitikerInnen eine arbeitnehmerfreundliche Politik machten, und wünschte sich eine schärfere, auch parteipolitische Profilbildung von den Gewerkschaften. Positive Veränderungen in der Arbeitswelt wie etwa existenzsichernde Mindestlöhne oder die Austrocknung des Niedriglohnsektors ließen sich danach nur erreichen, wenn arbeitnehmerfreundliche Parteien und Gewerkschaften sich einander unterstützten und gemeinsam für diese Ziele kämpften. "Die SPD ist dabei in Bayern die Partei, die die umfangreichsten Vorschläge für eine gerechte, soziale und moderne Arbeitswelt ausgearbeitet und sich für deren Umsetzung eingesetzt hat", konstatierte Haigermoser.