SPD-OV-Kempten-Mitte West

Bei der Ortsbegehung des SPD-Ortsvereins Kempten Mitte-West in der Brennergasse zeigte sich, dass mit der Rücksichtnahme auf alle Beteiligten am Straßenverkehr ein verträgliches Mit-einander gegeben wäre. Daran fehlt es aber. Generelles Problem ist das zu schnelle Fahren der Autos und Radfahrer. Ursache ist, dass die Verkehrszeichen 325 Beginn bzw. 326 Ende eines verkehrsberuhigten Bereiches nicht beachtet werden. Außerdem sind die Schilder schwer zu erkennen. Dazu kommt durch das Angebot des „Integrierten Wohnens“, dass zu bestimmten Zeiten ein hohes Verkehrsaufkommen mit Transportfahrzeugen für behinderte und ältere Menschen notwendig ist. Im Beisein von Anwohnern, Herrn Schwarz von der Sozialbau, Herrn Markmiller von den Altstadtfreunden wurden verschiedene Lösungsvorschläge diskutiert (z.B. Einbahnregelung zwischen Burghaldegasse und Burgstraße). Schnell zeigte sich, dass diese aber Belastungen in anderen Straßen zur Folge hat. So wird die Webergasse bereits jetzt als Schleichweg benutzt und bei der Begehung wurden auch dort erhebliche Gefahrenmomente durch den sich begegnenden Verkehr beobachtet. Der Bedarf an quartiersbezogenen Parkplätzen ist groß, bei der Sozialbau besteht eine Warteliste für die vorhandenen Tiefgaragen. Stadtrat Siegfried Oberdörfer äußerte in der Diskussion die Auffassung, dass das Projekt „Integriertes Wohnen“ in der Brennergasse Vorrang hat. Einhellig wurde eine stärkere Verkehrsüberwachung gefordert. Nach Auskunft eines Bewohners hat Herr Reichle im August zugesagt demnächst eine mobile Anlage aufzustellen, die den Autofahrern ihre Geschwindigkeit anzeigt und die Verkehrsströme misst. Dies muss schnell erfolgen. Als nützlich wird seitens der Bewohner nur die strafbewehrte Ahndung der Verstöße bei hoher Kontrolldichte angesehen, da nur die Belastung des eigenen Geldbeutels zu einer Einsicht führt. Um generell den Verkehr zu bremsen regte Stadträtin Ingrid Vornberger an Parkzonen versetzt an beiden Straßenseiten in der Brennergasse und Burghaldegasse auszuweisen, wie z.B. in der Weiher- oder Herrenstraße. Es könnten dann zwei Parkplätze an der Einmündung zur Brennergasse so umgewidmet werden, dass in denen die Transportfahrzeuge halten dürfen. Die Gefährdung durch die Fahrzeuge für den Personentransport wäre so vermindert. Seitens der Bewohner der Brennergasse mit Rollstühlen wurden zwei weitere Gefährdungen benannt: die Raucher unter den Besuchern des Internetcafés Ecke Burgstraße/Brennergasse versperren den Bürgersteig und den Zugang zum Überweg Burgstraße. Der nun anstehende Winterdienst räumt den Schnee wegen des unebenen Plattenbelags in der Brennergasse nur unzureichend, so dass mit den Rollstühlen die Bewegungsfreiheit nur eingeschränkt bis unmöglich ist. Karl-Heinz Hoffmann, als SPD-Ortsvorsitzender und Dietmar Markmiller schlugen vor, da die Probleme sich auf das ganze Quartier auswirken, noch eine Versammlung für das Quartier zur Abstimmung der Maßnahmevorschläge abzuhalten. Ludwig Frick betonte, dass sich die SPD-Stadtratsfraktion ebenso mit der Problematik befassen wird und der Stadtverwaltung entsprechende Anträge zukommen lässt.

Brennergasse AZ (PDF, 211 kB)

Brennergasse Kreisbote (PDF, 340 kB)