SPD-OV-Kempten-Mitte West

Der SPD-Ortsverein Kempten Mitte-West wählte unter Leitung der SPD-Kreisvorsitzenden Katharina Schrader eine neue Vorstandschaft. Nach den Rechenschaftsberichten und der Entlastung des bisherigen Vorstands stand ein Wahlmarathon an. Neben der Vorstandswahl waren viele Delegiertenwahlen für die Aufstellungskonferenzen zu den anstehen Wahlen notwendig. Mit dem Diplom-Volkswirt und Prokurist i.R. Karl-Heinz Hoffmann stellte sich für den Vorsitz eine Persönlichkeit zur Wahl, die lange in der Sozialdemokratie verwurzelt ist. In Kempten war er in der SPD bisher nicht aktiv. Dafür in vielen Vereinen und der Evang. Kirche. Der ehemalige Fußballschiedsrichter spielt jetzt erfolgreich Golf. Er, wie sein weiteres Team, erhielt ohne Gegenstimmen den Auftrag den Ortsverein durch die Zeit mit den Wahlen zu führen. Stellv. Vorsitzender wurde der Fendt-Mitarbeiter Fatih Dogan. Ingrid Vornberger als Kassiererin und Lothar Köster als Schriftführer behielten ihre Funktionen, Beisitzer wurde die Studentin Romy Scheuer und Meinhard Hundemehr. Regine Rauscher und Horts Hiltner sind weiterhin die Revisoren.

Karl-Heinz Hoffmann führte dann eine lange Liste von ungelösten Problemen im Bereich des Ortsvereins auf, Möbelhaus XXL-Lutz, das „Schweizer Freibad“ am August-Fischer-Platz, Brauhausgelände, Beginenhaus, die Zulässigkeit der „Etablissements“, zu denen sich der Ortsverein positionieren muss. Wenn jetzt Lösungen für „Künstlerhaus“, Bahnhofstraße Nord und Hildegardplatz gefunden sind, so bleibt zu betonen, dass nicht die CSU und freie Wähler es waren, die diese jetzt gefundenen Wege von Anfang an beschritten. Sie sind nach seinen Worten „Trittbrettfahrer“ mit den Ideen anderer. „Es kann nicht sein, dass die CSU unsere Vorschläge und Anstöße als ihre Erfolge verkauft.“ Als „ungeheuerliche menschliche Verachtung und Beweis für soziale Kälte“ bezeichnete er das Verhalten der FDP gegenüber den Schlecker-Frauen. Die Nibelungentreue der örtlichen FDP gegenüber der Bundes-FDP versteht er nicht. Als wichtiges Ziel sieht er den weiteren Ausbau der Krippenplätze. Dabei müssen die Öffnungszeiten flexibel an die Bedürfnisse der Eltern angepasst sein. Wichtig ist zudem der Ausbau und die Erweiterung der Wander- und Radwege, die Neuanlage von Grünflächen, barrierefreie Bürgersteige und Überwege und eine den Fußgängern angepasste Schaltung der Ampeln. So wie bei der Entscheidungsfindung am Hildegardplatz, dem Einbringen von unterschiedlichen Bürgerinteressen beim Künstlerhaus, müssen Wege zur stärkeren Einbeziehung der Bürger in Entscheidungsprozesse gefunden werden, z.B. bei der künftigen Nutzung der freiwerdenden Bundeswehrliegenschaften. Projekte im sozialen Bereich dürfen nicht am Geld scheitern, denn dabei geht es besonders um das Wohl der Bürger und unserer Stadt. Letztlich geht es darum: Bayern gehört nicht der CSU, sondern seinen Bürgern. Einstimmig schlug die Versammlung die Benennung von Katharina Schrader als Kandidatin für den Bundestag bei der Bundeswahlkreiskonferenz für den Stimmkreis 252 Oberallgäu vor.

Vorstandswahlen Mitte -West (PDF, 116 kB)

MW JHV 2013 (PDF, 373 kB)