SPD-Ortsverein Kempten-Süd/Sankt Mang

Wer in Sankt Mang unterwegs ist und irgendeinen einheimischen Passanten fragen würde, ob er Margot Linkenheil kennt, dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit eine positive Antwort bekommen. Wenn es mir der Respekt vor dieser einmaligen Persönlichkeit nicht verbieten würde, könnte ich behaupten, sie sei im Ortsteil so bekannt wie ein bunter Hund. Dieser enorme Bekanntheitsgrad hat mehrere Gründe. Einer davon ist sicher in ihrer Familie zu suchen: Ihr Vater, Artur Hörmann, genoss bereits hohes Ansehen in Sankt Mang, gilt er doch als einer Initiatoren der Partnerschaft mit der französischen Stadt Quiberon.

Die Familie war es auch, die sie vor 25 Jahren gleichzeitig mit ihrem Mann Oskar zur SPD brachte. So geradlinig und geradeheraus wie sie auftritt, ist auch ihr beruflicher Werdegang: Nach ihrer Lehre bei der Firma Feneberg arbeitete sie 40 Jahre lang bis zu ihrer Rente bei EDEKA. Da wundert es nicht, dass Margot bei allen Gelegenheiten, seien es Lebensmittel und Material für die legendären Sommerfeste des Ortsvereins, Ostereier für die alljährlichen Oster-Infostände oder Klausen bei den Nikolausständen besorgte und oft auch aus der eigenen Tasche spendierte und natürlich bei all diesen Aktivitäten zuverlässig als Helferin zu finden war. Aber auch bei den Vorstandssitzungen konnte man sicher sein, dass Margot immer aktiv dabei war, sei es als Kassier des Ortsvereins oder als beredte Beisitzerin. Aus der langen Liste ihrer Aktivitäten möchte ich nur einige, wesentliche herausgreifen: Als Seniorenclubleiterin der AWO-St.Mang organisiert sie viele, gut besuchte Aktionen, sie ist im Bezirksvorstand von VERDI, für die AsF arbeitet sie im Vorstand des Unterbezirks der SPD mit und seit zwei Jahren sitzt sie als Delegierte der AWO im Seniorenbeirat der Stadt Kempten und arbeitet am aktuellen Seniorenkonzept der Stadt Kempten mit. Es gäbe noch vieles mehr aufzuzählen, doch ich will nur eines noch herausgreifen: Bei der Planung und der Durchführung des Miniladens im Oberösch brachte sie ihre Erfahrungen im Einzelhandel ein, pflegt in diesem Zusammenhang die Kontakte zur BSG-Allgäu und zum Stadtteilbüro, wo sie zwangsläufig auch mit dem Projekt „Soziale Stadt“ in Sankt Mang zu tun hat. Zum Schluss noch eine kleine Anekdote, die Margot einmal bei einer Behörde erlebte. Dort wurde sie zunächst gefragt, wo sie geboren wurde. Sie antwortete: „In Sankt Mang, Friedhofsweg 2.“ Auf die nächste Frage nach ihrer Adresse gab sie ebenfalls an: „Sankt Mang, Friedhofsweg 2.“ Der Beamte war daraufhin sichtlich etwas irritiert, aber es ist die Wahrheit: Margot lebt heute noch im gleichen Haus, in dem sie vor einigen Jahren geboren wurde. Am Ende bleibt mir nur noch der Wunsch, dass du noch viele Jahre so bleiben mögest, wie du bist: Immer geradeheraus, das Herz auf den Lippen, nichts gefallen lassen, stehe weiterhin zu deiner Meinung und lass dir von niemandem das Wort verbieten – so kennen wir dich, so soll es bleiben, denn du gehörst zu uns!